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E-Lastenrad-Sharing: Jede dritte Ausleihe ersetzt eine Autofahrt

Köln, den 28. März 2019. Für kurze Transportfahrten nutzen immer mehr Kölnerinnen und Kölner Donk-EE, Europas größten urbanen Elektro-Lastenrad-Verleih. Können solche Angebote helfen, die Luftbelastungen in Innenstädten zu reduzieren? Eine empirische Studie hat nun erstmals belegt, wie hoch die Schadstoff-Einsparungen ausfallen. Das Ergebnis: Alternative Mobilitätskonzepte können Ballungsräume erheblich entlasten.

Unter dem Namen Donk-EE stehen in Köln 60 Elektro-Lastenräder zur Ausleihe bereit. Nun haben die Macher des stationsbasierten Verleihsystems ermittelt, bei welchen Gelegenheiten Nutzer die Räder ausleihen, welche Strecken sie damit fahren und welche anderen Verkehrsmittel sie damit ersetzen.

Über 450 Donk-EE-Nutzerinnen und -Nutzer nahmen an der Umfrage teil. 35 Prozent von ihnen gaben an, dass sie ohne Donk-EE das Auto genommen hätten, weitere 12 Prozent hätten stattdessen den ÖPNV genutzt. Die zurückgelegten Fahrtstrecken sind direkt an den Radcomputern ablesbar. „Die Zahlen zeigen, dass alternative Mobilitätskonzepte schon heute dazu beitragen können, Emissionen im Straßenverkehr erheblich zu reduzieren“, fasst Dr. Ernst Raupach, Geschäftsführer der Donk-EE-Betreibergesellschaft Green Moves Rheinland GmbH & Co. KG, zusammen. Das Unternehmen ist eine Tochter des Öko-Energieversorgers NATURSTROM.

Die grünen Drahtesel werden ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen. Dadurch sind sie im Betrieb absolut emissionsfrei. Das überzeugt viele Kölnerinnen und Kölner: Bis Oktober 2018 hatten sich bereits 2.000 bei Donk-EE registriert.

„Im fünfmonatigen Untersuchungszeitraum haben die Donk-EE-Kundinnen und -Kunden 1,7 Tonnen Kohlendioxid eingespart“, so Raupach weiter. Dieser Wert ergibt sich aus der Kombination der Fahrtstrecken mit den Emissionswerten der ersetzten Verkehrsmittel. Wächst die Nutzerzahl weiter wie bisher, ergeben sich hochgerechnet auf fünf Jahre rund 35 Tonnen CO2-Ersparnis. Das entspricht der Menge CO2, die ein durchschnittlicher Kleinwagen auf 220.850 Kilometern – fünfeinhalb Erdumrundungen – ausstößt. Durch die Studie liegen deutschlandweit erstmals Daten dazu vor, welche anderen Verkehrsmittel von Elektro-Lastenrädern ersetzt und wie viel Emissionen durch die Nutzung tatsächlich vermieden werden.

Neben 1,7 Tonnen Kohlendioxid haben Donk-EE-Nutzerinnen und -Nutzer von April bis August 4,4 kg Stickstoffoxid sowie 49,4 g Feinstaub vermieden – hochgerechnet auf fünf Jahre macht das 115 kg Stickstoff und 440 g Feinstaub.

Seit Frühjahr 2018 stehen die Lastenräder bei über 40 Stationspartnern in ausgewählten Kölner Stadtteilen rund um die Uhr zur Ausleihe via Smartphone-App bereit. Jedes Lastenrad hat eine elektrisch gestützte Reichweite von bis zu 75 Kilometern und kann mit rund 100 Kilogramm beladen werden – genug für zwei kleine Kinder oder sechs Getränkekisten. Mit aktuell 60 Rädern ist Donk-EE das bislang größte innerstädtische Lastenrad-Sharing-System in Europa.

Pressematerial zum Download:

Donk-EE-Anwendungsbeispiel (Quelle: NATURSTROM AG)

Umfrage-Ergebnis Verkehrsmittelwahl (Quelle: NATURSTROM AG)

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